Liebe AKW-GegnerInnen,

mit dieser Email schicken wir Euch einige aktuelle Informationen zum aktuellen Geschehen in und um das AKW Neckarwestheim. Beteiligt Euch weiter an den Aktionen - für die sofortige Stillegung der Atomanlagen!

> Atom-Bahn? Nein Danke!
> 06. März: Sonntagsspaziergang zum AKW Neckarwestheim

Umweltfreundlich geht anders: Mit dem Bau eines neuen Umrichtwerks am AKW Neckarwestheim für 50 Mio. Euro zementiert die Deutsche Bahn ihre Abhängigkeit vom Atomstrom. So stellt die Bahn die Weichen für die Zukunft, um auch in der Zeit nach der Stilllegung von GKN 1 die Züge mit der Hochrisiko-Energie Atomstrom rollen zu lassen. Statt Abschalten - noch mehr DB-Atomstrom aus Neckarwestheim? So nicht! Inhaltlich gibt es bei diesem Sonntagsspaziergang neben dem Thema "Atombahn" einen Rückblick zum Castor aus der WAK Karlsruhe sowie eine Ausblick auf anstehende Aktionen wie die große Demonstration "25 Jahre Tschernobyl" zum AKW Neckarwestheim am Ostermontag. Wir haben Postkarten zur verteilung vorrätig - ggf. bitte melden!
http://neckarwestheim.antiatom.net/blog/776-atombahn-nein-danke.html

> Menschenkette: Vorfeldaktionen am 26.2.

Das Aktionsbündnis ist nicht im Unterstützerkreis der Menschenkette. (siehe http://neckarwestheim.antiatom.net/blog/713-menschenkette.html )
Dennoch möchten wir Euch auf die Vorfeld-Aktionen auch in Ludwigsburg und Heilbronn am kommenden Samstag hinweisen. Alle Infos hierzu findet Ihr aus der Kampagnenseite:
http://www.anti-atom-kette.de/start/mobilisieren/auftakt-menschenketten/

> 25 Jahre Tschernobyl - Atomausstieg sofort!
> Demonstration zum Atomkraftwerk Neckarwestheim | 25. April 2011

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (siehe www.tschernobyl25.de) rufen die Anti-Atom-Initiativen zu einer großen Demonstration zum AKW Neckarwestheim auf. Auf der Internetseite findet sich der Aufruf zur Demonstration. Das Programm folgt in Kürze, ebenso sind Plakate und Flyer in Kürze verfügbar. Der TrägerInnen-Kreis freut sich über Initiativen und Einzelpersonen, die den Aufruf unterstützen: Mit Ihrem guten Namen, durch eine Spende und/oder durch das Verbreiten der Mobilisierungs-Materialien! Kontakt und Aufruf hier:
http://neckarwestheim.antiatom.net/blog/777-tschernobyl-25-neckarwestheim.html

> Erfolgreicher Protest: Nachtanzblockade in Karlsruhe

"Ursprünglich sollte der Castor aus Karlsruhe nach Lubmin um 01:00 Uhr morgens abfahren. Doch rund 500 entschlossene Menschen wussten dies zu verhindern. Denn für sie stellt die Verschiebung des Strahlenmülls keine Lösung der Atomproblematik dar. Obwohl die Polizei ein Großaufgebot aus ganz Baden-Würtenberg vor Ort hatte, gelangten die Demonstrierenden ohne Probleme auf die Gleise. Fast vier Stunden harrten sie aus, bevor die Blockade durch die Polizei aufgelöst wurde. Der Sonderzug fuhr mit drei Stunden Verspätung um 04:00 Uhr morgens los." Ein multimediales "Schön und erfolgreich war´s!" findet sich hier:
http://neckarwestheim.antiatom.net/blog/770-nachtanzblockade-in-karlsruhe.html

Mit akw-feindlichen Grüßen!

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> Plutoniumsuppe auf Irrwegen

Seit den frühen Morgenstunden protestieren Greenpeace-Aktivisten gegen den Atommüll-Transport nach Lubmin. Fünf Behälter mit radioaktivem Atommüll sollen ins 900 Kilometer entfernte Zwischenlager Nord gebracht werden. Zwar stammt der Großteil des strahlenden Mülls aus Reaktoren in Baden-Württemberg – Ministerpräsident Mappus lehnt die Lagerung im Ländle trotzdem ab.

Im Mittelpunkt der Aktion steht ein knallroter Container mit einer ausfahrbaren Arbeitsplattform. Aus mehreren Metern Höhe halten zwei Aktivisten darauf ein Banner und haben einen guten Blick auf die Szene unter ihnen: Vor der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe tummeln sich die ehrenamtlichen Protestler. Manche
haben sich an den Toren, manche an den Gleisen direkt fixiert, die in die Anlage führen. Kletterer befestigen zwischen den Bäumen gerade ein Banner: Stopp Castor nach Lubmin.

"Ministerpräsident Mappus muss beim Thema Atommüll endlich Verantwortung übernehmen. Er muss seine Verweigerungshaltung endlich aufgeben und dafür sorgen, dass der Atomabfall aus Karlsruhe auch in Baden-Württemberg gelagert wird", fordert Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. "Die hochstrahlende Plutoniumsuppe aus Karlsruhe hat in Lubmin nichts zu suchen." Mit dem aktuellen Castor-Transport wird jetzt zum zweiten Mal nach Dezember 2010 hochradioaktiver Müll aus dem Westen Deutschlands nach Lubmin geliefert.
Das Zwischenlager sollte ursprünglich ausschließlich Abfälle aus dem Rückbau der ostdeutschen Atomkraftwerke Greifswald und Rheinsberg sowie den dort angefallenen Atommüll aufnehmen.

Castor auf Straßenbahngleisen
Fünf Behälter mit radioaktivem Atommüll sollen in das Zwischenlager Nord bei Lubmin gebracht werden - nix da!

Die Castoren mit dem Atommüll sollen auf Straßenbahngleisen durch das Stadtgebiet von Karlsruhe und dann weiter nach Lubmin fahren. "Solche unnötigen Transporte von strahlendem Müll quer durch die Republik müssen vermieden werden", so Smital. "Der Müll in Karlsruhe stammt zu drei Vierteln aus Anlagen in Baden-Württemberg. Bei der Lagerung dieser Abfälle muss das Verursacherprinzip gelten und der Müll im Land bleiben. Prinzipiell dafür geeignet wäre das Zwischenlager am Atomkraftwerk Philippsburg, das nur wenige Kilometer von Karlsruhe entfernt ist."

Von 1971 bis 1990 wurde in Karlsruhe Atommüll wiederaufgearbeitet. Dieser stammt zu rund 70 Prozent aus kommerziellen Reaktoren und zu rund 30 Prozent aus Forschungsanlagen. Über die Verarbeitung im Kernforschungszentrum Karlsruhe wurde auch der hochradioaktive Industriemüll zu Forschungsmüll umdeklariert. Die inzwischen verglasten flüssigen Abfälle aus dem Wiederaufarbeitungsprozess haben eine Aktivität von 700 Billiarden Becquerel. Zum Vergleich: Das entspricht einem Mehrhundertfachen des radioaktiven Inventars, das
zurzeit im Salzstock Asse gelagert ist.


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Kein Castor von Karlsruhe nach Lubmin!

Auftaktkundgebung 12.2. | Nachttanzblockade 15./16.02. | Karlsruhe

Programm in Karlsruhe am 12.2.:
RednerInnen: Katrin, AntiAtom Bündnis NordOst/Lubmin | Harry Block, BUND Karlsruhe | - Michel Wilk, AKU Wiesbaden
Musik: Klaus der Geiger &Salossi

Alle infos unter http://www.nachttanzblockade.de/

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Neues Deutschland, 10.02.11

> Die Atomsuppe auslöffeln
> Nach dem West-Atommüll kommt nun auch Industrieabfall ins Zwischenlager Lubmin

Von Velten Schäfer

Zwischen 1971 und 1990 fielen in der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe an die 70 000 Liter hoch radioaktive Säure an. Zwanzig Jahre lang war die Entsorgungsfrage offen, nun soll die Lösung »Lubmin« heißen – und der Staat zeigt sich bei den Entsorgungskosten einmal mehr sehr großzügig.


Zutritt zum Gelände des Zwischenlager Nord nur für Atommüll
Foto: dpa

Schon der Lubminer Castortransport im Dezember vergangenen Jahres hatte eine Besonderheit: Mit den abgebrannten Elementen aus dem bundeseigenen Forschungsschiff »Otto Hahn« kam zum ersten Mal Atommüll aus dem Westteil der Republik in das ostdeutsche Zwischenlager Nord (ZLN) – allen gegenteilig lautenden Versprechungen seit der Wende zum Trotz. Doch auch der jetzt anstehende Transport stellt ein Novum dar: die hoch radioaktive Fuhre von fünf Castor-Behältern, die kommende Woche das Zwischenlager erreichen soll, enthält auch Müll aus der Privatwirtschaft, der nun dennoch im staatlichen ZLN lagern soll. Dabei war dieses ganz ausdrücklich für die Hinterlassenschaft der DDR-Meiler in Rheinsberg und Lubmin bestimmt.

Der Atommüll stammt aus der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe (WAK), die zwar vom Staat betrieben wurde, aber überwiegend Atombrennstäbe aus der Privatwirtschaft für den weiteren Gebrauch aufbereitet hat. Die Anlage, die 1971 in Betrieb gegangen war, wurde 1990 stillgelegt, nachdem dort insgesamt gut 200 Tonnen Kernbrennstoff wiederaufbereitet worden waren.

Anschließend aber hat sich, wie das ARD-Magazin »Kontraste« im Januar unter Berufung auf bisher der Öffentlichkeit nicht bekannte Verträge berichtete, die Industrie besonders kostengünstig aus der Affäre gezogen. Die Zuständigkeit für den Abfall aus der Anlage wurde generös nur zu 40 Prozent der Industrie zugeschlagen – und obwohl diese 40 Prozent den deutlich gefährlicheren Teil des Mülls darstellen und laut »Kontraste« etwa 70 Prozent der Strahlenbelastung auf den Industrieabfall zurückgehen, bleibt es bei einer Kostenteilung von 40 zu 60 Prozent – zu Ungunsten der öffentlichen Hand.

Die jetzt in Lubmin erwarteten Fässer enthalten die sogenannte Atomsuppe, die beim Aufbereitungsprozess in Karlsruhe angefallen ist. Bei den zwischen 60 000 und 70 000 Litern hoch radioaktiver Säure handelt es sich um die mit Abstand größte giftigste Hinterlassenschaft der westdeutschen Atomwirtschaft. Jetzt soll der unangenehme Problemmüll für Jahrzehnte an der Ostsee geparkt werden, nachdem die Entsorgung der Brühe seit 1990 nicht geregelt werden konnte. Zunächst hatte man versucht, die »Suppe« nach Belgien zu schaffen und dort für die Zwischenlagerung zu verfestigen, was indes an den Widerständen gegen einen besonders gefährlichen Transport der Giftbrühe in flüssigem Zustand scheiterte.

Daraufhin wurde in Karlsruhe selbst eine Anlage errichtet, mit der die Suppe zu kleinen Kügelchen verglast werden kann. Nach jahrelangen Planungsproblemen und brisanten Episoden wie dem Plutoniumdiebstahl eines Beschäftigten beim Abbruch der WAK im Jahr 2001 wurde die Verglasungsanlage im Sommer 2009 fertig – nachdem die hochgefährliche Brühe zuvor fast zwei Jahrzehnte ganz unbehandelt in zwei permanent gekühlten Edelstahltanks geschwappt hatte.

Nach Angaben der WAK aus dem Jahr 2009 besteht die Atomsuppe aus Salpetersäure, die aber mit über 16 Kilo Plutonium, 500 Kilo Uran und erheblichen Mengen von Spaltprodukten wie Cäsium oder Strontiumisotopen angereichert ist.

Die »Verglasung« der Atomsuppe für den Transport nach Lubmin selbst scheint indes problemlos verlaufen zu sein. Die für den Prozess veranschlagten anderthalb Jahre wurden sogar noch unterschritten. An der Industrie liegt es also nicht mehr, wenn es bei dem Transport nach Lubmin zu weiteren Verzögerungen kommen sollte.

URL: http://www.neues-deutschland.de/artikel/190599.die-atomsuppe-ausloeffeln.html

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SWR, 10.02.11

> Karlsruhe
> Überwachung der Castor-Route hat begonnen

Bereits fünf Tage vor dem Atomtransport von Karlsruhe zur Ostsee überwacht die Polizei die
Route. "Der Einsatz hat quasi schon begonnen", sagte ein Polizeisprecher. Entlang der
Stadtbahnstrecke in Karlsruhe gilt vom kommenden Dienstag 00.00 Uhr bis Mittwoch 24.00
Uhr eine Verbotszone. 

Bewachter Castor-Behälter

* Bewachter Castor-Behälter (Archiv)

In fünf Castoren wird am Mittwoch der Atommüll der stillgelegten Wiederaufarbeitungsanlage
Karlsruhe (WAK) nach Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) gebracht. Innerhalb der
Verbotszone ist in einem Umkreis von 50 Metern rechts und links der Gleise das
Versammlungsrecht eingeschränkt, um Blockaden von Atomkraftgegnern zu verhindern,
bestätigte ein Polizeisprecher. Die Polizei werde bei dem Einsatz mit mehreren hundert
Beamten präsent sein.

Anti-Konflikt-Teams sollen zu einem friedlichen Verlauf beitragen. "Uns geht es darum, die
Versammlungsfreiheit sicherzustellen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass der Castor-
Transport sein Ziel erreicht", erläuterte ein Sprecher die Polizeistrategie. Die Beamten setzen
auf ein abgestuftes Vorgehen: Sie wollen zunächst mit den Demonstranten reden. Es sei
aber auch nicht ausgeschlossen, Teilnehmer in Gewahrsam zu nehmen. Gleisblockaden
würden verhindert werden, betonte der Sprecher.
Erste Protestveranstaltung am Samstag

Bundesweit seien gegen den Atomtransport an rund 40 Orten Aktionen wie Mahnwachen,
Demonstrationen oder auch Sitzblockaden geplant, kündigte Felix Leipold vom Anti-Atom-
Bündnis Nordost in Greifswald an. Am Start in Karlsruhe wollen Atomkraftgegner mit rund
300 Teilnehmern bereits am Samstagmittag Bürger in der Innenstadt über den aus ihrer
Sicht "sinnlosen Atomtourismus" und dessen Gefährlichkeit informieren. Sie fordern die
sofortige Abschaltung von Atommeilern und verlangen von Bundesumweltminister Norbert
Röttgen (CDU), den "atomaren Unsinn" zu stoppen. Bis zur Klärung der Endlager-Frage
müsse auf Atomtransporte verzichtet werden. "Das sinnlose Hin-und-Her-Karren von
Atommüll gehört untersagt", sagte etwa Hartmut Weinrebe, Regionalgeschäftsführer des
BUND Mittlerer Oberrhein.

Von Dienstagabend wollen Demonstranten eine "Nachttanzblockade" an den Schienen in
Karlsruhe-Neureut organisieren - kurz vor dem erwarteten Abtransport in den
Morgenstunden des Mittwochs. Der hoch radioaktive Müll stammt aus der fast 20-jährigen
WAK-Betriebszeit. Die Castoren enthalten 56 Tonnen eines Glasgemisches, in dem
strahlende Reste der so genannten Karlsruher Atomsuppe gebunden sind. Dabei handelte es
sich um 60.000 Liter Flüssigabfall - ein Gemisch aus Salpetersäure mit verschiedenen stark
radioaktiven Resten, darunter 16,5 Kilogramm Plutonium und 500 Kilogramm Uran.

Letzte Änderung am: 11.02.2011, 14.51 Uhr

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http://www.ka-news.de/fotos/bilddetail/cme504608,640244

> Galerie: Theater-Demo zum Castor-Transport

Zwischen dem15. und 17. Februar ist ein Castortransport mit fünf Castoren aus der WAK
Karlsruhe in das Zwischenlager Lubmin an der Ostsee geplant. Gegen diesen Transport in
das Zwischenlager protestieren fast 50 Theater-Aktivisten in mehreren Gruppen entlang der
Straßenbahnline S1/S11.
Die Castoren werden von der WAK am KIT Campus Nord auf den Schienen das Karlsruher
Straßenbahnnetzes durch Leopoldshafen, Neureut und weitere Karlsruher Stadtteile fahren,
auch direkt durch Wohngebiete. Am Anschluss in Mühlburg wird der Zug dann auf Gleise der
Deutschen Bahn wechseln und seine Reise ins Zwischenlager Lubmin fortsetzen.
Foto: ErS
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Stuttgarter Nachrichten, 06.02.11

> Neckarwestheim
> Atomstrom ist Bahn lieb und teuer

Sascha Schmierer, aktualisiert am 06.02.2011 um 14:58 Uhr
Atomkraftwerk Neckarwestheim

Neckarwestheim - Mit Atomstrom aus Neckarwestheim ist die Bahn jahrzehntelang gut
gefahren: Fast jede vierte im deutschen Gleisnetz verbrauchte Kilowattstunde kommt aus
dem Kernkraftwerk am Rand der Region Stuttgart. Nun entsteht direkt neben dem
Atommeiler ein neues Umrichterwerk - auf Kosten der Steuerzahler.

Ist die Nukleartechnik nur noch ein Auslaufmodell? Oder wird Deutschland bei der
Energieversorgung auch in Zukunft auf den Strom aus der Kernspaltung angewiesen sein?
Während bundesweit nach wie vor über die Restlaufzeiten für Atommeiler und ungelöste
Probleme bei der Lagerung ausgedienter Brennstäbe diskutiert wird, schafft die Bahn in
Neckarwestheim schon millionenschwere Fakten.

Direkt neben dem bestehenden Kernkraftwerk haben die Bauarbeiten für ein neues
Umrichterwerk begonnen. Auf einer fast drei Hektar großen Fläche im Gemmrigheimer Feld
entsteht eine Anlage, die den im Atommeiler produzierten Drehstrom in den für den
Bahnbetrieb benötigten Wechselstrom umwandeln soll. Wegen des großen technischen
Aufwands wird erst im Oktober 2012 mit der Fertigstellung gerechnet. Vor der endgültigen
Inbetriebnahme ist ein monatelanger Probebetrieb vorgesehen.

DB Energie will moderne Anlage bauen

Auftraggeber der neuen Anlage ist die Bahntochter DB Energy mit Sitz in Frankfurt. Das
1600 Mitarbeiter zählende Unternehmen betreibt nicht nur bundesweit etwa 200 Tankstellen,
mit denen die gut 10.000 Diesellokomotiven im Bahnbetrieb gefüllt werden können. Der als
bundesweit sechstgrößter Energieversorger geltende Tochterbetrieb muss auch dafür
sorgen, dass auf den Bahnhöfen nicht das Licht ausgeht. Ein 7800 Kilometer langes
Hochspannungsnetz mit 25.000 Masten ist für den bundesweiten Transport des Bahnstroms
verantwortlich. Damit der ICE nicht auf halber Strecke stehenbleibt, muss die Energie aber
auf die von der Bahn benötigte Frequenz gebracht werden. Im Gegensatz zum in der
Industrie verwendeten Drei-Phasen-Drehstrom mit üblicherweise 50 Hertz wird für den
Zugbetrieb nicht zuletzt wegen der Sicherheitsabstände der Oberleitung eine niedrige 15-kV-
Spannung mit 16,7 Hertz gebraucht.

Der in Neckarwestheim erzeugte Strom wird bisher direkt im Kernkraftwerk umgewandelt. Im
Maschinenhaus von Block I arbeitet ein 1989 in Betrieb genommener Bahnstromgenerator,
auch Block II hat einen sogenannten rotierenden Umformer. Jetzt allerdings will die DB
Energie die zwei Generatoren mit einer Leistung von jeweils 75 Megawatt durch eine
moderne Anlage ersetzen. Weil auf dem Kraftwerksareal der Platz fehlt, entsteht das
geplante Werk außerhalb. "Der Wirkungsgrad liegt um gut fünf Prozent höher als bei den
herkömmlichen Anlagen", begründet die Bahntochter die Modernisierung.

Bei den in der Region Stuttgart und im Heilbronner Unterland benötigten Strommengen wirke
sich die Umrüstung trotz der hohen Investitionskosten positiv aus. Exakte Zahlen konnte der
Firmensprecher der DB Energie nicht liefern. Der in Neckarwestheim umgewandelte
Bahnstrom wird über ein örtliches Schaltwerk etwa zum Unterwerk in Stuttgart-Zazenhausen
geleitet. Der Drehstrom aus dem Atommeiler fließt übers Umspannwerk Großgartach bei
Heilbronn ins Netz. Umrichterwerke unterhält die DB Energie auch in Karlsruhe, Neu-Ulm
und Aschaffenburg, die Schnittstellen von Stromnetz und bahninterner Energieversorgung
werden Zug um Zug erneuert.

Greenpeace übt Kritik

Massive Kritik am Standort Neckarwestheim übt die Umweltorganisation Greenpeace. "Mit
dem neuen Umrichterwerk wird die Abhängigkeit der Bahn vom Atomstrom geradezu
zementiert", beklagt der Nuklearexperte Tobias Riedl. Weil die zwei Neckarwestheimer
Meiler fast 25 Prozent des bei der Bahn verbrauchten Stroms erzeugen, fordert Greenpeace
ein Ende der Lieferungen. "Die Bahn inszeniert sich gern als umweltfreundliches
Unternehmen, doch in Wahrheit ist sie eine Atombahn", sagt der aus Nürtingen stammende
Aktivist.

Für die DB Energie hingegen bietet die neue Anlage für den Bahnstrom eher mehr als
weniger Unabhängigkeit. "Ein positiver Nebeneffekt ist, dass das Umrichterwerk im
Gegensatz zu den bisherigen Generatoren auch das öffentliche Stromnetz anzapfen kann",
erklärt der Unternehmenssprecher. Die Kosten für die Modernisierung der Stromtechnik trägt
zum größten Teil der Steuerzahler: Gerechnet wird bei der zweijährigen Großbaustelle mit
Investitionen von 46,5 Millionen Euro. Der Löwenanteil kommt aus dem Topf fürs
Konjunkturprogramm, gerade mal 9,4 Millionen Euro zahlt die Bahn aus der eigenen Kasse.

-
Die Atomkonzerne müssen künftig eine neue Brennelementesteuer von jährlich 2,3
Milliarden Euro zahlen. Damit soll ein Teil der Zusatzgewinne der Konzerne bei längeren
Atomlaufzeiten abgeschöpft werden. Foto: dpa

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.neckarwestheim-atomstrom-ist-bahn-lieb-und-
teuer.f27507a8-833b-434f-a42f-278b006791a2.html


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Datum: Thu, 03 Feb 2011 19:25:18 +0100
An: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Von: Informationen der südwestdeutschen Anti-Atom-Initi
ativen
Betreff: [Suedwestinfo] Nachttanzblockade unterstützen

Hallo, liebe Freunde, AtomkraftgegnerInnen, SystemkritikerInnen

Voraussichtlich am 15-17.02. rollt aus Karlsruhe ein Castortransport in das Zwischenlager
Lubmin bei Greifswald.

Ein weiterer "Höllenzug" mit dem Zweck, die Atomforschung in Karlsruhe weiß zu waschen
und Lubmin zum Bundeslager für undefinierbaren Atomdreck zu machen.

Trotz des Transporttermins unter der Woche wollen wir alles dran setzen, dass möglichst
viele Menschen sich dem Transport schon vor oder gleich bei der Abfahrt entgegen stellen!

Deshalb organisieren wir am 12.02 eine Auftaktdemo in Karlsruhe und am Transporttag die
Nachttanzblockade in Karlsruhe-Neureut.

Wir bitten Euch:

- unterstützt den angehängten Aufruf. Schreibt uns eine Mail als Mitunterzeichner.
- informiert Eure Mitglieder, Freunde, Bekannte, Familien, auch sie können die
Nachttanzblockade unterstützen.
- kommt und nehmt an den Veranstaltungen teil.
- spendet uns etwas Geld, damit Menschen neben der ehrenamtlichen Arbeit nicht auch
noch auf ihren Kosten sitzen bleiben.
- bestellt Flugblätter und Plakate und verteilt sie in eurer Region.
- Setzt eine Unterstützererklärung auf eure Homepage, unterstützt uns auf twitter und
facebook

Wir bedanken uns jetzt schon.
Kein Castor nach Irgendwo, Atomanlagen abschalten - Alle und sofort,
Atomforschung beenden.

mit besten Grüßen
für das Orgateam der Nachttanzblockade
Andreas Raschke (Widerwelle Nordpfalz)

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.atomausstieg-sofort.de
http://www.nachttanzblockade.de

Spendenkonto: c/o Andreas Frank, Kontonummer: 3068637561, BLZ: 67050505,
Sparkasse Rhein-Neckar Nord
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